Institut für individuelles Coaching

Dr. phil. Sabine M. Bläsing

Coach für Vitalität

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TAG 11: das Tempo drosseln

Tages-Input:

Unterstellen wir nach wie vor, dass wir über 40 Tage verteilt durch das Medizinrad laufen, dann betreten wir mit Tag 11 die Himmelsrichtung des Westes, deren Farbe schwarz ist. Die Jahreszeit ist der Herbst und auf den Lebenszyklus bezogen ist es das Erwachsenwerden. Ich würde sagen, es sind die Jahre zwischen 20 und 45. Aus meinem eigenen Rückblick kann ich sagen, dass es die persönlichkeitsformenden Jahre waren. Auch die Jahre innerer Kämpfe, der Suche nach meinem Platz im Leben, nach dem Sinn im Leben. Und bei diesem Selbstfindungsprozess hat es fast jeder mit Blockaden und Rückschlägen zu tun, so dass es auch um diese Themen gehen kann in den nächsten 10 Tagen.

Während ich dies schreibe ist noch Karfreitag. Der Tag an dem der Überlieferung nach Jesus gestorben ist. Auch diese Dynamik passt exakt zum Westen. Hier werden das Sterben und der Abschied beleuchtet. Es sind die vielen kleinen Abschiede, nicht nur der große von dieser Welt, um die es u. a. geht. Doch langsam. Stück für Stück und jede und jeder so, wie es für sie oder ihn dran ist. Nichts muss, alles kann sein. Es ist eine Einladung hinzuschauen und hinzuspüren in die manchmal unangenehmen Bereiche unseres Lebens. Die Schattenseiten, die in unserer eigenen Persönlichkeit noch nicht integriert sind, also noch ungeliebt und nicht als Teil unserer Gesamtheit angenommen sind. 

Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, dass ich in der Arbeit im Westen das Element Erde in das Zentrum setzte, weil die Erde den notwendigen Halt für die inneren Prozesse bietet. Wir haben ja mit dem Süden angefangen und damit den Rucksack voll kraftvoller Eigenschaften von uns gefüllt, auch deswegen, damit wir symbolisch gut von der hinter uns liegenden Kindheit in das Erwachsenendasein gehen können. Für mich als Coach war diese Richtung bei der Begleitung von Menschen immer die anstrengendste. Da dies ein Experiment ist, bei dem ich natürlich auch kontaktiert werden kann, bitte ich dennoch darum sehr achtsam mit sich durch die nächsten 10 Tage zu gehen, denn es kann auch mal eng und traurig werden. Doch ich möchte die Wichtigkeit dieser Phase betonen. Bei wem das Element Erde nicht gut "beackert" ist, wer also wenig Erdung, Bodenhaftung etc. hat, der bringt eine große Anfälligkeit für Angst, Zerstreutheit o. ä. mit. Von Verständlicherweise ist daher, dass viele Lehrer (vgl. das Buch "die Zauberin" oder "die Meisterschülerin") immer erst für eine gute Entwicklung und Stabilisierung des Elementes Erde sorgen, bevor sie mit den Schülern in die luftigeren Qualitäten (Norden + Osten)  gehen. Auch bei den Chakren (Energiezentrem in der Körpermitte) ist das erste Chakra das Wurzel-Chakra mit seinem Sitz am unteren Ende der Wirbelsäule. Aus der yogischen Arbeit weiß ich, dass die Arbeit mit diesem Chakra auch dort oft die schwierigste ist. Soweit vielleicht ein wenig zu den Hintergründen.

Ich werde versuchen, Euch Stück für Stück mit diesem Element vertrauter zu machen. Gehen, in langsamem Tempo, sich auf den Boden setzen und in Stille kommen, das Tempo noch mehr zu drosseln, als es bereits schon geschehen ist, darum kann es gehen. Der Westen ist nicht umsonst auch den Emotionen zugeschrieben (der Süden war dem Körper zugeordnet).

Vielleicht macht ihr bewusst heute mal einiges wie in Zeitlupe. Ein wunderbares Achtsamkeits-Training. Die Entdeckung der Langsamkeit ist eine spannende Erfahrung. Gutes Gelingen dabei. Oder ihr verbringt mal eine bewußte Zeit des Schweigens... alles, was ruhiger macht und mehr nach innen ins Fühlen bringt, das ist dran.

Gute Erfahrungen wünsche ich Euch, Divya Sabine Bläsing