Institut für individuelles Coaching

Dr. phil. Sabine M. Bläsing

Coach für Vitalität

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TAG 13: Freude kann alles überstrahlen

Tages-Input:

Ein Experiment beinhaltet ja, dass Dinge nicht verhersehbar sind. Ich glaube wir durchlaufen derzeit eine heftige Bewährungsprobe. Neben allem Äußeren, das sich in der Form sichtbar an Herausforderungen zeigt, sind wir für mein Gefühl besonders emotional gefordert. Wie sehr können wir es mit uns selbst auf uns zurückgeworfen aushalten? Wie gut können wir die Stille und den Stillstand ertragen und Ruhe bewahren ? Denn wenn es still wird, beginnt das Fühlen und zwar von allen Emotionen, auch den unangenehmeren oder ungeliebteren.

Das Buch der Freude, aus dem ich an früherer Stelle schon zitierte, war mir am Ostersonntag eine gute Stütze, als unvorhergesehn heftige Ereignisse im Außen geschahen. Der Dalai Lama erzählte darin ein Beispiel, bei dem es um seine Ungeduld in früheren Lebensjahren ging, z. b. wenn sich ein Flugzeug verspätete und er sich ärgerte. Wenn ihm dies nun im hohen Lebensalter passiere, würde er die Wartezeit zur Meditation nutzen, anstatt sich wie früher wütend aufzuregen. Es geht also beim Umgang mit unseren unangenehmen Emotionen wie Angst, Wut, Aggression oder eben Ungeduld nicht darum sie nicht mehr spüren zu wollen, sondern den Geist so zu trainieren, dass man in der Lage ist, den Fokus zu verlagern bzw. die anderen Emotionen wie Gelassenheit, Geduld, Vertrauen so zu verstärken, dass sie vorherrschend sind. Immer und immer wieder geht es in diesem Buch daraum, dass die Freude eine der kraftvollsten Emotionen ist, mit der man alle anderen Gefühle überstrahlen kann. 

Vielleicht ist das eine gute Übung für die nächsten 7 Tage im Element der Emotionen. Was auch immer im Außen passiert, versuche parallel dazu die Freude im Herzen zu fühlen. Dann werden die Dinge nicht verschwinden, doch emotional hat die Schwere, die Bedrohung oder was immer es sein könnte (ob real oder subjektiv gefühlt) nicht mehr eine solche Macht, dass sie einen aus der Mitte reißen kann.

Es ist eine der zentralen Lehren von Buddha, dass er den Umgang mit Leid lehren wollte - Leid, das im Außen immer da ist in der Welt, welches wir nicht vermeiden oder verhindern können. Denn Schlimmes passiert, aber wir können lernen im Leid nicht unterzugehen, sondern es zu akzptieren und dennoch den Fokus auf das Lichte und Helle in unserem Leben zu richten. Möge das Licht, das Ostern entzündet wurde, dies verkörpern.

Alles Liebe Euch, Divya Sabine Bläsing 

 

Reflexion zum Tagesausklang:

Wenn Westen auch für die Schattenseiten und dunkle Momente steht, dann hat sich dies für mich und meinen Partner heute leider so gezeigt. Seine Familie hat etwas erlebt, dass auch in einem Krimi nicht heftiger hätte sein können. Wir waren ihr Licht im Dunkel und konnten für sie agieren, als ihnen jede Handlungsmöglichkeit verwehrt war. Ich bin dankbar für die Kraft, die wir dafür zur Verfügung hatten.