Institut für individuelles Coaching

Dr. phil. Sabine M. Bläsing

Coach für Vitalität

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TAG 15: Höhen und Tiefen bejahen

Tages-Input: 

Alle Sportler unter Euch wissen wie es sich anfühlt, wenn man nach mühevollem Einsatz den Gipfel des Berges erreicht. Diejenigen unter Euch, die Kinder geboren haben wissen wie man für all den Schmerz entlohnt wird, wenn das Kind in den Armen der Mutter liegt. Manchmal setzen wir uns extremen Strapazen freiwillig aus. Manchmal sind sie nicht zu vermeiden und wahrscheinlich gehören sie in mehrfach unterschiedlicher Form einfach zum Leben. Wenn wir die Wahl hätten, würden wir uns wahrscheinlich für die Höhen entscheiden, aber ohne die Erfahrung der Tiefen, die immer auch mit Schmerz verbunden sind, können wir die Höhen nicht wirklich intensiv erleben. Der Westen im Medizinrad hat viel mit diesen Tiefen zu tun und ja, sehr oft sind sie mit Schmerz oder Anstrengung verbunden. Doch auch hier haben wir immer wieder die Wahl, den Dingen mit einer gleichmütigen Annahme der Situation zu begegnen oder sie mit viel Wiederstand zu erleben. Eine schwierige Aufgabe, aber möglich.

Der Westen ist auch die Richtung der Ahnen, unserer Vorfahren, unserer Wurzeln - der Teil, von woher ich komme. Westen ist zudem mit dem Vergehen und dem Tod verbunden. Ich scheue mich tatsächlich ein wenig das anzusprechen, aber wenn ich es ausklammern würde, würde ich auch die wichtigen und heilsamen Aspekte des Westens ausklammern: Abschied, Verlust, Trennungen. Ich lasse natürlich jedem offen hierüber so weit wie möglich für sich in Kontakt mit den Themen zu gehen, aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass man bei dem symbolischen Gang durch das Medizinrad nicht weiter in die nächsten Richtungen - also den Norden und danach Osten kommt, wenn man nicht auch die Tiefen im Westen bewußt durchlaufen hat. Was ich aus heutiger Sicht dabei nicht mehr so wichtig finde ist, dass man lange in alten Wunden rumwühlt. Es geht eher darum, nochmal zu fühlen, was bis jetzt noch nicht gefühlt worden ist, um es sich dann auflösen zu lassen. Ansonsten blockiert es uns. Ich sprach ja von Schattenarbeit sprechen, den Anteilen in uns, die im Unbewußten noch verborgen sind, aber existieren. Eine gute Herangehensweise ist in stiller Meditation zu fragen, welche Aspekte oder auch welcher wesentliche Aspekt ist jetzt dran, dass er ins Licht treten darf um integriert zu werden, damit ich meinen weiteren Weg gut fortsetzen kann? Die Arbeit im Westen ist innere Arbeit, stille Arbeit, Auseinandersetzung mit Emotionen und sie kann einen auch zu Tränen rühren; Tränen des Schmerzes, aber auch Tränen der Berührung, weil etwas heil wird, etwas komplettiert wird. Solltet ihr kreativ sein, dann könnt ihr auch etwas dazu malen (ausdrucksmalen) oder schreiben, was sich da zeigen will oder mit Ton etwas gestalten - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ich persönlich habe in meiner astrologischen Konstellation ein Element, das es liebt, sehr in diese tiefen dunklen Gefilde abzutauchen. Von vielen Schriftstellern und kreativen Künstlern wissen wir, dass sie immer wieder in diesen tiefen Urgrund abtauchen müssen, um danach geniale Neuschöpfungen hervorzubringen.

Ich wünsche Euch viel Mut und Entdeckungsneugier, bei dem, was da zu Vorschein kommen darf.

Fühlt Euch unterstützt, Eure Divya Sabine Bläsing