Institut für individuelles Coaching

Dr. phil. Sabine M. Bläsing

Coach für Vitalität

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TAG 17: Der Weg durchs Nadelöhr

Tages-Input:

Hindernisse - Blockaden - Rückschläge - wie gehen wir damit um? 

Im Visions-Coaching Allgäu habe ich erlebt, was mit den Teilnehmern passierte, als sie in ihrem Gang durch das Medizinrad an "ihr Nadelöhr" kamen. Beim Wandern wurde selbst ein nicht wirklich steiler Weg zur unendlichen Anstrendung. Schuhe gingen kaputt, so dass es unmöglich war, den geplanten Weg ohne kreative Lösungsindeen fortzusetzen. Lange angestaute oder unterdrücke Emotionen und alter Schmerz oder heftige Ängste brachen mit unaufhaltsamem Schub durch und konnten endlich gefühlt werden, bevor sie sich danach auflösten bzw. integriert wurden. Sehr oft waren Themen wie Sucht und Abhängigkeit, die bis dato negiert oder verharmlost wurden plötzlich so offensichtlich, dass die Teilnehmenden hinschauen mussten, damit es für sie weitergehen konnte. Es war der Moment, wo ein Vormachen nicht mehr ging. Ich konnte keinen Teilnehmer davor bewahren. Es bricht etwas zusammen - machmal nicht nur sprichwörtlich eine Welt.

Rückblickend weiß ich, wie wichtig dieser Zusammenbruch für den weiteren Weg war und wieviel Kraft dadurch generiert wurde. Ich erinnere mich, wie ich in einem Fall nach einem solchen Erleben mit der Teilnehmerin an einem Fluß Halt machte und sie bat, sich einen sicheren Platz in Sichtweite von mir zu suchen. Sie ging an den Waldrand und setzte sich erschöpft hin. Nach ca. einer Viertelstunde tauchten gut 100 Meter von ihr mitten am Tag 3 Rehe auf, die sehr langsam und vorsichtig, aber dann sehr bestimmt immer näher auf sie zukamen. Ein Reh kam besonders nah zu ihr und sie erzählte mir nachher, das sie für einige Momente direkt in die Augen des scheuen Rehs geblickt hat. Das sind die heilsamen Ereignesse, die in solchen Nadelöhr-Situation passieren, wenn man dafür offen ist. 

Im Game of Transformation - dem Spiel der Wandlung, über das ich eingangs berichtete - gibt es auch solche Felder oder Karten, die einen als Rückschlag mit Schmerz verlangsamen. Manchmal erwischt einen sogar das Feld der Depression. Man kann dann nur noch mit einer sehr hohen Würfelzahl einen Mini-Schritt nach vorne machen ansonsten muß man warten. Auch in diesem Spiel ist es oft so gewesen, dass wenn man diese Phase des Gebremstseins akzeptierte, kam - vielleicht gar nicht mal durch den eigenen Würfel-Wurf, sondern durch einen anderen Mitspieler - wieder Bewegung in den eigenen Weg, weil jener z. B. auf ein Feld Namens Wunder kam, dass auch die Blockaden bei einem selbst löste. 

Was will ich damit sagen: Ein Leben ohne Nadelöhre lässt uns nicht wachsen und wenn wir mit nichts rechnen, helfen uns andere oder ein Wunder geschieht, so dass wir wieder weiterspielen können im Spiel des Lebens. Was können wir also tun, wenn uns das Vorankommen nur langsam und schwerlich gelingt? Wir können uns freiwillig hinsetzen, uns erden, wieder zentrieren, sammeln, ausruhen, neu und fest verwurzeln und dann, wenn die Zeit reif dafür ist, wieder aufstehen und darauf vertrauen, dass wir Unterstützung bekommen für den nächsten Schritt.

Ich liebe die Arbeit im Westen, weil ich über die Jahre - sowohl im Umgang mit Klienten als auch in meinem eigenen Leben - dort immer wieder die berührenden Momente der Wandlung und Heilung erlebt habe. Ich finde, Nadelöhre machen das Leben so reich, weil man es danach nochmal ganz anders und dankbarer genießen kann als zuvor. In diesem Sinne schaut, was Euch der Westen noch an Wundern zur Wandlung anbieten will.

Ich wünsche Euch viel Vertrauen in Euch und das Spiel des Lebens dabei, Divya Sabine Bläsing