Institut für individuelles Coaching

Dr. phil. Sabine M. Bläsing

Coach für Vitalität

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TAG 4: ich atme ein - ich atme aus

Rahmen: die Aufmerksamkeit immer wieder auf bewußtes Atmen lenken

Tages-Input:

Wir befinden uns die ersten 10 Tage ja mit dem Fokus auf der körperlichen Ebene. Das Atmen ist sehr körperlich auch wenn es als Brücke zum Unbewußten gilt. Es gibt eine Vielzahl von Atemtechniken und -Methoden z. B. im Yoga die Wechselatmung (zur Beruhigung und inneren Ausgleich) oder die Feueratmung (zum Energieaufbau). Wer daran Interesse hat, der findet bestimmt genügend Anleitungen hierfür. Mir ist wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass man mit dem Fokus auf den Atem sehr schnell sehr viel in Körper und Geist bewirken kann  So kann eine Meditation bereits gelingen, wenn man die Augen schließt und beim Einatmen im Geiste wiederholt "ich atme ein" und beim Ausatmen "ich atme aus". Egal wo ich bin, egal wie turbulent es im Außen sein mag, diese simple Ausrichtung bringt einen unmittelbar zurück ins Zentrum. Für ein paar Minuten sich so in den Atem zu versenken ohne aktiv stärker zu atmen, sondern den Atem einfach natürlich fließen zu lassen, kann sehr kraftspendend und ausbalancierend sein. Weiteratmen, auch wenn einem Dinge wiederfahren, die sprichwörtlich den Atem stocken lassen -  "ich atme ein ... ich atme aus" und die Ruhe wird nach kurzer Zeit spürbar. 

Das Leben ist ein Fluss, dass hat uns das Element Wasser gezeigt. Auch der Atem hat diesen natürlichen Fluß und er gibt uns ein Lebenstempo vor. Im Alltag und unter Stress atmen wir oft viel zu oberflächlich. Jetzt ist die Zeit, in der wir angehalten sind durchzuatmen. Selbst die Erde verschnauft gerade endlich mal (wie ich gestern im Tagesrückblick erläutert habe).

Von meinem indischen Lehrer Swami Gurosharanananda habe ich gelernt, dass es noch etwas Wichtiges beim Atmen zu erfahren gilt: die kurze Pause zwischen dem Ein- und dem Ausatmen. Das sind die Augenblicke des Innehaltens, der wahren Stille "the space in between". Dieser Raum zwischen den Atemzügen hilft zu harmonisieren. Auch der Raum zwischen zwei Gedanken, denn überall wo noch Bewegung ist, ist noch kein "space in between" und diesen benötigt es, damit das Neue geschehen kann.

Om shanti - entdecke die Stille und den Frieden in Dir,

Divya Sabine Bläsing

Reflexion meines TAG 4:

The space in between: Ich glaube, dass ist auch sehr treffend für die Zeit, in der wir uns gerade befinden. Das Warten, das Innehalten auf so vielen Ebenen, das Nichtwissen, ja auch die Ohnmacht, wir hängen irgendwie alle in der Luft. Und dennoch ist die Wichtigste Aufgabe in dieser Zeit, immer wieder in das Vertrauen zu kommen und die Ruhe und den Frieden im Inneren zu finden. Dabei hat mir das Atmen heute geholfen.